Alles Ikea oder was?
Heute waren wir mal wieder bei Ikea. So führe ich die alte Familientradition fort, die ich schon als Jugendlicher durchleben durfte. Wenn ein Möbelkauf anstand, ging es in das, damals in Deutschland noch sehr neue Möbelhaus aus dem hohen Norden. Dort gab es die Dinge mit dem anderen Design. Nicht das biedere Mobiliar, welches in deutschen Möbelhäusern zu finden war.
Mittlerweile ist Ikea längst etabliert und die Massen strömen Tag für Tag von überallher in die Einkaufszentren auf der grünen Wiese. Der Kampf um einen Parkplatz ist das fast unüberwindbare Hindernis auf dem Weg zum ultimativen Shoppingerlebnis. Dreh mit dem Auto einige Runden auf den geschäftseigenen Parkflächen oder stell dich versuchsweise an irgendeine Ecke, in der Hoffnung, es möge bald einer zu seinem Fahrzeug zurückkehren, der sein Shopping bereits hinter sich hat.
Sobald der Parkplatz gefunden und besetzt ist, stürzt man sich mutig in die heiligen Hallen des Möbelkonsums und schiebt sich, in einer nicht enden wollenden Schlange, mit seinen Mitkonsumenten durch die verschiedenen Abteilungen. Nach Küchen kommen Kinderzimmer, Badezimmer, es folgen Wohnzimmer und Schlafzimmer, die Büromöbelabteilung nicht zu vergessen.
Zwischendrin werden die gelben hauseigenen Leihtragetaschen mit all dem vollgestopft, was man schon immer einmal haben wollte oder mit dem was man noch nie haben wollte, was sich aber gerade so verführerisch am Rande des Einkaufspfades präsentiert. Nebenbei wird die Liste abgearbeitet, die man bereits bei der Abfahrt zu Hause im Kopf hatte. Zusammengesetzt aus den Dingen, die sich im Print- oder heutzutage natürlich im Onlinekatalog aufdrängten.
Am Ende der Rundfahrt durch die verschieden Etagen kommt es zum spannenden Höhepunkt des Erlebnisses. Wird im Abhollager auch all das vorgefunden, was man sich vorher ganz akkurat mit Regalreihe und Fachnummer notiert hatte? Heute hatten wir Glück! Alles war reichlich vorhanden und von einem Möbel konnten wir noch das letzte Exemplar ergattern.
Die folgende Frage war auch nicht ganz unbedeutend. Wird all das auch in dem zur Verfügung stehenden Wagen Platz finden? Auch bei diesem Problem war uns Fortuna hold. Der größte Karton war uns mit 204 cm x 72 cm angekündigt worden, entpuppte sich allerdings dann zu unserer Freude als zwei Kartons, von denen der eine 204 cm lang und der andere 72 cm breit war. Somit konnte der Transport in Richtung Zuhause ohne weitere Schwierigkeiten abgewickelt werden.
Alles im grünen Bereich möchte man meinen. Doch soll man den Tag nicht vor dem Abend loben. Wie man weiß, will jedes Ikea-Möbel auch zusammengeschraubt werden. So endet der Tag dann nach einem mühsamen, aber immerhin glücklich überstandenen Einkauf, noch mit der stundenlangen Montage der zuvor angeschleppten Güter. Wenigstens ist die Qualitätskontrolle bei Ikea heute schon so weit, dass in den Säckchen mit den Montageteilen auch das zu finden ist, was für den Aufbau der Objekte benötigt wird. Odin sei dank!
Das Schöne an der Geschichte, Möbel halten doch eine Weile und so sollte der nächste Ikea-Trip nicht so schnell wieder anstehen, oder fehlt uns etwa noch was?
Am 16. March 2006 um 00:11 Uhr
… ja die dinge mit dem anderen Design gibt es ja immer noch, auch wenn es mittlerweile viel Konkurrenz auf dem Möbelmarkt gibt, aber das besagte Möbelhaus ist nun nach über 30 Jahren immer noch ein unkonventioneller und praktischer Einstieg um ein “Nest” zu bauen und immer noch gut für “Hingucker” und … man erkennt sofort eine gewisse “Wellenlänge” wenn man eine Wohnung betritt die sich mit Sachen die man nicht unbedingt braucht, die aber einer Wohnung etwas heiteres und buntes verleihen.
Auch wenn sich meine Ansprüche ans Wohnen geändert haben, es finden sich immer wieder “Nebensächlichkeiten” die der Einrichtung einen gewissen Kick geben.
Gruss, Edda